Von dieser Welt

Aus der Unordnung, die das Leben ist, jene Ordnung zu schaffen, die Kunst heißt – das ist die Aufgabe jedes Schriftstellers.

 

Nach dieser Maxime lebte er, schaffte einzigartige, persönliche Werke: James Baldwin. Kind der Straßen New Yorks, Bürgerrechtler, Vorreiter der sexuellen Befreiung, doch vor allem eins: Schriftsteller.

Als schwarzer Autor in den 50er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts war sein Leben in den USA geprägt von Rassentrennung, Ghettoisierung und religiösem Fanatismus. Seine Literatur ist politisch und wird doch nie programmatisch. Sie ist ein Spiegel der Zeit, der Gesellschaft und des Wesens der Menschen. Baldwin betrachtet sein Umfeld einfühlsam doch bedingungslos und es ist faszinierend und erschreckend zugleich, dass seine Werke nichts an Aktualität verloren haben.

Sein Roman „Von dieser Welt“ ist nun in einer neuen Übersetzung bei dtv erschienen. Verena Lueken schrieb das Vorwort dazu: eine Liebeserklärung an Baldwins Literatur, die auch in der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu lesen ist.

 

In ihrem Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur schwärmt Julia Riedmüller über Baldwins einfühlsame Sprache und betont die Aktualität des Romans.

14.03.2018